Wereth Eleven 21.05.2016 - WWI World War Tours WWII

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WERETH (B) 21.05.2016 - Gedenkfeier in Wereth zu Ehren der "Wereth Eleven"
Vertreter aus Politik, Armee und des Zivillebens nahmen an der Gedenkfeier teil. In Wereth steht europaweit das einzige  Denkmal, das an das Schicksal der farbigen Soldaten erinnert, die während des Zweiten Weltkrieges in Europa gefallen sind. Die elf Soldaten, die im Dezember 1944 unweit von Wereth starben, gehörten zum 333rd. Field Artillery Battalion. Sie waren von ihrer Einheit abgeschnitten, als die SS-Männer sie aufgespürt hatten. Zuvor hatten die völlig desillusionierten jungen Männer Unterschlupf bei der  Familie Langer gefunden, die mit dieser Tat Zivilcourage  bewies und  zugleich ihr eigenes Leben in Gefahr brachte. Zeremonienmeisterin LCDR Jennifer M Runion bezeichnete Matthias und Hermann Langer deshalb als „wahre Friedensstifter“. Sie hätte mit ihrer selbstlosen Tat den „höchsten zu zahlenden Preis für den Frieden“ bezahlt. Hermann Langer hatte seinerzeit das  Denkmal initiiert. Sein Sohn Patrick Langer, derzeit Vizepräsident des Komitees, sagte, dass die Erinnerung an die elf afro-amerikanischen Soldaten stets eine Herzensangelegenheit für seinen Vater war. „Er hat die Soldaten seit seiner Kindheit nicht vergessen. Sie waren für ihn Helden, die fern ihrer Heimat das Wertvollste, nämlich ihr eigenes Leben, für den Frieden und die Freiheit opferten“, so Patrick Langer. Mit der Popularität der eigentlich privat konzipierten Gedenkstätte hatte der bescheidene Hermann Langer nie gerechnet. Doch habe diese ihn mit Stolz erfüllt, denn sein Ziel, etwas gegen das Vergessen zu tun, damit sich solche Gräueltaten auf europäischem Boden nicht wiederholen, sei damit verwirklicht worden. Auch der Militärgeistliche Chaplain Bill Sager ermutigte dazu, für den Erhalt des Friedens zu kämpfen. Der Ameler Bürgermeister Klaus Schumacher betonte, dass die Gedenkfeier in Wereth wichtiger denn je sei: „Wir müssen gerade jetzt in Zeiten der Flüchtlingskrise auf der Hut sein, unseren Frieden und unsere Freiheit nicht aufs Spiel zu setzen."
US-Botschafterin Denise Campbell-Bauer nahm persönlich an der Gedenkfeier teil. Für sie ist Wereth ein starkes Zeichen der engen, partnerschaftlichen Beziehung zwischen Belgien und den USA: „Hier wird durch Ehrenamtliche und Familien Gleichberechtigung und Frieden propagiert“, so Denise Campbell-Bauer. Gerade dieses seit Jahrzehnten praktizierte friedliche Zusammenleben sei der schönste Preis für das vor 72 Jahren erbrachte Blutopfer. Brigadegeneral a.D. Arnold Gordon-Bray Welton erweiterte dann auch den Kreis von „Wereth 11“ auf „Wereth 14“: „Es sind nicht nur elf Opfer, denen unser Dank gelten soll, sondern auch Hermann, Mathias und Tina Langer haben ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt, um Nächstenliebe zu leben. Diese 14 machen mir Hoffnung. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, es bedarf stets Menschen, die aufstehen und die Initiative ergreifen“, so der Irak-Veteran. Die beiden Schüler der Bischöflichen Schule, Gary Jost und Luka Hennen, sind Teil eines Schülerprojektes, das geschichtsinteressierte Jugendliche aus den USA und Ostbelgien zusammenbringen soll. Beide referierten in deutscher und englischer Sprache.
„Das Wereth Memorial fordert uns dazu auf, aus diesen traurigen Erfahrungen zu lernen. So etwas darf unter keinen Umständen noch mal passieren. Wir sollten uns glücklich schätzen, in einem Rechtsstaat zu leben, in dem die persönliche Freiheit und das eigene Recht geachtet werden“, so die beiden Abiturienten. Carl Wouters vom „106th ID Association Bulge Chapter“ sowie Pastor Günter Weynand beendeten den akademischen Teil der Gedenkfeier. Nach den Nationalhymnen, gesungen durch den Superintendent Michael S. Yasenchak, sowie dem Bugler-Salut von Hartmut Hausser interpretierte der „Vogelweh Gospel Service Choir“ unter anderem das einfühlsame „Amazing Grace“. Nach der Kranzniederlegung versammelte sich die Festgemeinde zum Lunch im Schützenhaus Medell. Dort überreichte die US-Bot- schafterin Denise Campbell-Bauer Solange Dekeyser und Patrick Langer stellvertretend für das Wereth-11-Komitee Geschenke aus dem Weißen Haus. Die Botschafterin ihrerseits erhielt den „Black Soldat Award“.
Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von GERD HENNEN
siehe auch GrenzEcho, Ausgabe vom 24.05.2016
 
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