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Ardennenoffensive
Unternehmen Bodenplatte


Unternehmen Bodenplatte war ein Luftangriff durch Jagdflugzeuge der deutschen Luftwaffe auf Flugplätze der Alliierten in , Belgien und  am 1. Januar1945.

Der Stab der Luftwaffe plante seit November 1944, die alliierten Luftstreitkräfte durch einen Überraschungsangriff entscheidend zu dezimieren. Mit der Durchführung wurde Generalmajor Peltz als Kommandeur des II. Jagdkorps beauftragt. Dafür wurde die Mehrzahl der verfügbaren Jagdflugzeuge vorgesehen. Diese sollten die Bomber- und Jägerverbände der in Belgien und Holland stationierten Royal Air Force (RAF) und der United States Army Air Forces (USAAF) im Tiefflug angreifen und nach Möglichkeit eine große Anzahl feindlicher Flugzeuge am Boden zerstören. Der Angriff war ursprünglich als Unterstützung für die Ardennenoffensive geplant, die am 16. Dezember  begonnen hatte. Wegen schlechten Wetters wurde „Bodenplatte“ dann jedoch auf den Morgen des 1. Januar 1945 verschoben. Ziel war die Erringung der verlorenen Luftüberlegenheit an der Westfront.

Überraschungsangriff
Alle Jagdgeschwader, die zur Reichsverteidigung an der Westfront stationiert waren, nahmen an dem Angriff teil. 72 Junkers Ju 88 Nachtjäger der II. bzw. III./ NJG 1, III./ NJG 5, II./ NJG 6, II./ NJG 100 und I. bzw. II./ NJG 101 leiteten als „Lotsen“ die Angriffsverbände zu ihren Angriffszielen. Die Hauptlast des Angriffes trugen einmotorige Jagd- und Jagdbombenflugzeuge der Typen Messerschmitt Bf 109 und Focke-Wulf Fw 190, die jedoch nur geringe Bombenlasten tragen konnten. Auch einige Messerschmitt Me 262-Düsenjäger der I./KG 51 und  der III./KG 76 wurden eingesetzt. Über dem Einsatz-gebiet kam es zu heftiger Gegenwehr durch Flugabwehr-geschütze, nur verhältnismäßig wenige alliierte Abfangjäger konnten zur Verteidigung aufsteigen. Da die deutschen Piloten zumeist unerfahren und für Luft-Bodeneinsätze kaum ausgebildet waren, konnte der Überraschungseffekt jedoch nicht genutzt werden.



Übersicht über Angriffsziele und beteiligte Einheiten
Den Jagdgeschwadern (JG), Kampfgeschwadern (KG) und Schlachtgeschwadern (SG) der Luftwaffe standen auf alliierter Seite gegenüber:

  • die Royal Air Force mit der 2nd Tactical Air Force (2nd TAF). Diese war in vier Groups (Geschwader) eingeteilt, die sich wiederum in Wings (dt. Gruppe) von 3-5 Squadrons (entspricht einer deutschen Staffel) mit durchschnittlich 12 einsatzfähigen Flugzeugen aufteilten

  • die 8. und 9. US Air Force (Luftflotten). Diese unterteilten sich in Fighter Groups (Jagdgeschwader) und Bombardment Groups (Bombergeschwader) und weiter in Squadrons.


Die Aufgaben der 2nd TAF und der 9. US-Luftflotte war während der Invasion in der Normandie vor allem die Luftnahunterstützung der Bodentruppen gewesen. Mit dem Fortschreiten des Bodenkrieges wurden die Einheiten auf das europäische Festland verlegt. Die Aufgabe der 8. US-Luftflotte war der strategische Luftkrieg gegen Deutschland.

Auftrag „Hermann“
Die letzte Eintragung im Flugbuch vieler deutscher Piloten lautete: „Auftrag Hermann 1.1. 1945, Zeit: 9.20 Uhr“. Als die Unterlagen bei den abgeschossenen Piloten gefunden wurden, dachte man auf alliierte Seite zunächst, es handele sich um die „Operation Hermann“, also um ein nach seinem mutmaßlichen Planer, Hermann Göring, benannten Unternehmen. Tatsächlich stand „Hermann“ lediglich für „Angriffstermin“ und bedeutete, dass alle Verbände um 09:20 Uhr den Angriff auf die gegnerischen Flugplätze eröffnen würden. Hermann Göring selbst hatte mit der komplexen Planung des Unternehmens nichts zu tun.

Air Vice-Marshall (Generalleutnant) John Edgar „Johnnie“ Johnson, der sich an diesem Tag in Brüssel-Evere aufhielt, beschrieb den Angriff so:
„Operation Hermann war exzellent geplant, aber strategisch gesehen zu spät durchgeführt. Ich war überrascht von der laienhaften fliegerischen Ausführung und der mangelhaften Tiefflug-Angriffstaktik der sonst außerordentlich fähigen deutschen Piloten.“

Dokumentiert sind 232 zerstörte und 156 beschädigte alliierte Flugzeuge, zudem gingen 15 in Luftkämpfen verloren. Etwa zehn Maschinen wurden bei diesen Gefechten beschädigt. Berücksichtigt man die Fälle mit unbekannten Ursachen, ergeben sich etwa 290 verloren gegangene und 180 beschädigte Flugzeuge. Von den rund 850 eingesetzten deutschen Flugzeugen gingen 336 verloren. Dabei fielen 213 Piloten bzw. wurden gefangen genommen. Auf das Konto der deutschen Flugabwehrkanonen (FlaK) kamen etwa 30–35 Piloten. Aufgrund der Geheimhaltung, von Planungsmängeln und Abweichungen von der Flugroute waren viele deutsche Batterien nicht über den Überflug von eigenen Kräften informiert. Besonders folgenschwer für die Kampfkraft der Jagdverbände war der Verlust von insgesamt 22 Verbandsführern. Drei Geschwaderkommodore, fünf Gruppenkommandeure und vierzehn Staffelkapitäne kehrten von dem Einsatz nicht mehr zurück.

Die Alliierten führten in den darauf folgenden zwei Wochen keinen Großangriff von den getroffenen Flugplätzen durch. Die deutsche Heimatverteidigung war durch den hohen Verlust an Piloten unwiderruflich gebrochen. Die deutsche Ardennenoffensive war spätestens seit dem 3. Januar gescheitert, als die alliierte Gegenoffensive begonnen hatte.

Die hohen Verluste waren mit ein Grund dafür, warum es zu einer offenen Auflehnung der deutschen Jagdfliegerführer unter Leitung von Günther Lützow im Januar 1945 gegen Hermann Göring kam (Meuterei der Jagdflieger).

 
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