Graf Zeppelin auf Stippvisite - WWI World War Tours WWII

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Heimatgeschichte
"Graf Zeppelin" auf Stippvisite über Eupen

Hunderte Eupener und Bewohner der Landgemeinden fuhren im Jahr 1930 mit der Straßenbahn nach Aachen, um das Luftschiff „Graf Zeppelin“ bei der Landung und beim Start auf dem Flugplatz Merzbrück mit zu erleben. Für die Daheimgebliebenen stattete „Graf Zeppelin“ gegen 14.45 Uhr auch Eupen einen kurzen Besuch ab. Über dieses Ereignis lesen wir in der damaligen Eupener Presse: „War das gestern Nachmittag ein Jubel, Hurrarufe und Tücherschwenken als gegen 14.45 Uhr unvermutet ohne vorherige Meldung, der „Graf Zeppelin“, der sich auf einen „Rheinlandbefreiungsflug“ befand, aus der Richtung Raeren kommend zum ersten Male nach dem Kriege über unsere Heimat auftauchte. Mit Windeseile pflanzte sich allenthalben der Ruf aus freudig überraschten Reihen fort: Der Zeppelin kommt. Im Nu waren Straßen und Dächer sowie die höher gelegenen Teile außerhalb der Stadt von begeisterten Zuschauern besetzt“. Das ziemlich tief „fahrende“ Luftschiff war in seinen Einzelteilen gut zu erkennen. Auch im ganzen damaligen Kreise Eupen konnte das herrliche Luftschiff gut beobachtet werden.

„Überall in Kettenis, Eynatten, Raeren, Walhorn, Hauset, Hergenrath, Lontzen-Herbesthal hat man das stolze Luftschiff gesehen und sich wie in Eupen über den unerwarteten Besuch sehr gefreut“, berichteten die Zeitungen am 7. Juli 1930. Im langsamen Fluge, aber in ziemlicher Höhe, überfuhr es unsere Stadt, machte am Rathaus kehrt und fuhr in Richtung Aachen davon. „So ist der Zeppelin doch einmal nach Eupen gekommen und hat einen lang gehegten Wunsch der Bevölkerung erfüllt. Es ist noch in aller Erinnerung, dass der Verkehrsausschuss sich mehrfach bemüht hat, eine Überfahrt Eupens durch den Zeppelin zu bewerkstelligen, so noch im Frühjahr 1930...“. Dem Eupener Verkehrsverein wurde damals aus Friedrichshafen gemeldet, dass man keinen genauen Termin mitteilen könne, aber die Zeppelin-Werft würde sich eine Freude daraus machen, einmal Eupen mit dem Luftschiff zu überfahren. Ferner teilte man in dem Schreiben mit, „bei passender Gelegenheit die Stadt Eupen durch einen Besuch zu überraschen...“ Diese Gelegenheit bot sich nun am 6. Juli 1930. Somit hatte Friedrichshaven Wort gehalten.

das brennende Luftschift HINDENBURG

Sechs Jahre später, am 29. März 1936, überfuhren gleich zwei Luftschiffe die Kaiserstadt Aachen. Viele Bewohner des Kreises Eupen zogen nun wiederum in aller Frühe mit der Straßenbahn nach Aachen, um dort den Besuch der Luftschiffe LZ 129 „Hindenburg“ und LZ 127 „Graf Zeppelin“ zu erleben. Viele zogen auch zum damaligen Aussichtsturm, den „Pelzerturm“, um den Besuch der beiden Luftriesen zu feiern. Beide fuhren entlang der Landesgrenzen, so dass man sie auch nahe der belgischen Gemeinden sehen konnte. Die Luftschiffe kreuzten über Aachen, umgeben von Flugzeugen. Erinnerungskarten mit einem Sonderstempel wurden in großer Menge abgeworfen. Hitler machte sich die Popularität der Zeppeline zunutze. Er förderte den Bau des Luftriesen LZ 129 mit dem Namen „Hindenburg“. Bei 40 Mann Besatzung konnten 55, ab 1937 sogar 72 Passagiere befördert werden. 1936 konnte die „Hindenburg“ bei 20 Atlantiküberquerungen 1006 Passagiere befördern. Das Ende des Luftschiffes „Hindenburg“ brachte die Katastrophe in Lakehurst (Luftschifflandesplatz New York) am 6. Mai 1937, als es nach einer Explosion in Flammen aufging. Nunmehr startete „Graf Zeppelin“ zu keiner Passagierfahrt mehr. Göring befahl schließlich die Zerstörung der noch vorhandenen Luftschiffe und der Luftschiffshallen im Jahr 1940.

Postkarte vom Zeppelin LZ 129 Hindenburg - 19. August 1936

Text- und Bildquelle: Leo Kever, Eupen 2011
Bildquelle LZ129 Hindenburg: Wikipedia

 
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