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Heimatgeschichte > IRMEP KMILO KMILE
IRMEP - KMILO - KMILE: Geschichtliches ab Mai 1940 bis heute
KMILE - Königliches Militärinstitut für Leibeserziehung
IRMEP - Institut Royal Militaire d'Education Physique
KMILO - Koninklijk Militair Instituut voor Lichamelijke Opvoeding
Im Mai 1940, am Vorabend des zweiten Weltkrieges, ist es klar dass die belgische Armee nicht bereit ist für den Konflikt der sich in Europa anbahnt. Die Ausrüstung und die taktischen Pläne sind veraltet und der Belgische Soldat ist nicht bereit für den Kampf. Trotz der Anstrengungen vom „Militärinstitut für Leibeserziehung“ um ausreichend Unterrichter und Meister in Leibeserziehung für die Armee auszubilden ist die physische Kondition der Belgischen Soldaten unzureichend. Der gelieferte Beitrag des Instituts bei der Verwirklichung einer neuen Verordnung „ Körperliche Bildung“ für die Armee sowie die aktive Rolle die das Institut in der Periode zwischen den zwei Weltkriegen gespielt hat, waren unzureichend. Die Armee zählt im Mai 1940, 600.000 Mann, darunter 80% mobilisierten Männer. Sport war bis dann nur für das Kaderpersonal, insbesondere für Offiziere vorgesehen. Das körperliche Training der Männer war unzureichend und die Physische Kondition ließ schwer zu wünschen übrig. Eine Katastrophe kündigte sich an.
Die aktivitäten des Militärischen Institutes für Leibeserziehung im Gefangenenlager Oflag/IIA in Prenzlau
Bei der Mobilisierung im Jahre 1939 muss das Institut zum zweiten Mal, innerhalb von dreißig Jahren, ihre Pforten schließen. Die Ausbilder kehren zu ihren Einheiten zurück und nehmen an den 18 tätigen Kampagnen in Belgien teil. Nach der Kapitulation am 28 Mai 1940, wird die gesamte Belgische Armee vom Deutschen Feind als Kriegsgefangenen angesehen, 225000 der 600000 Soldaten werden in Gefangenlager nach Deutschland deportiert. Alle Offiziere, Unteroffiziere und aus Wallonien stammende Truppen werden, über einige Umwege, in das Lager Prenzlau, nahe der polnischen Grenze, gebracht. OflagII/A beherbergt 2322 Offiziere und 295 belgische Soldaten, einige davon sind vom Militärischen Institut für Leibeserziehung diplomiert. Unter ihnen befindet sich der Oberstleutnant J. Cayron, der letzte Kommandant des MILE. Gleichzeitig befinden sich auch einige Ausbilder aus dem Institut im Lager: Die Kommandanten Léon Darrien, Pierr Jourdain, François Van Mensel und Emile Henrotin. Sie beschließen die Aktivitäten des Institutes im Lager fort zu führen und organisieren einen Kursus für Offiziere. Die Lehrbücher werden vom Internationalen Roten Kreuz gestellt und die anwesenden Ärzte geben die theoretischen Kurse. Einer der im Lager Diplomierte ist der Leutnant Raoul Mollet (1912-2002), dieser wird später jahrelang Vorsitzender des interfederalen und des olympischen Komitees Belgiens (1965-1989). Parallel an den verschiedenen Kulturellen Aktivitäten werden auch zahlreiche sportliche Veranstaltungen im Lager organisiert. Unter der Leitung des Kapitän Tasse (Kommandant der MILE im Jahre 1950) werden, täglich, Unterrichtstunden in Gymnastik und natureller Methode von Georges Hébert gegeben. Währendessen stellt der Leutnant Mollet seine eigene Leichtathletikmanschaft unter den Namen Athlétic Raoul Club zusammen.
ein schwerer Anfang
Am Ende des zweiten Weltkrieges, beginnt das MILE ihre Aktivitäten mit viel Schwierigkeiten. Die früheren Gebaüde des Institutes werden von der belgischen Luftwaffe benutzt. Das Institut muss sich auf der Suche nach einem neuen Standort machen. Des Weiteren, hat die Erfahrung des zweiten Weltkrieges gezeigt, welche Mängel die Vorkriegsgymnastik beinhaltet. Während den gesamten Kriegsjahren hat sich das Britische “Physical Training” bewährt und ihre größere Wirksamkeit gegenüber der Belgischen Methode gezeigt. Am 16 Juli 1945, lässt sich das Institut momentan in Tournai, unter der  Benennung “Schule für Leibeserziehung”, nieder. Ein Jahrgang verfolgt dort die Kurse auf Britischer Basis. Ein Jahr später, am 21 Juni 1946, zieht die Schule erneut um, um zentraler in unserem Land zu liegen geht es nach Battel, in der Nähe von Mechelen. Dieser Standort ist jedoch nicht der definitive. Obwohl dort alle Bedingungen um sportliche Infrastrukturen zu erbauen vorhanden sind, beschließt der damalige Verteidigungsminister  den erneuten Umzug des Institutes. Dieses Mal wird Eupen der neue Standort des MILE. Es liegt sehr nahe, dass politische Überlegungen der Ursprung dieser Entscheidung sind. Trotz heruntergekommen Zustandes und fehlender Infrastruktur, wird das Quartier “Sous-Lieutenant Antoine”, frühere Kaserne der “Cyclistes-frontière”, die neue Bleibe der Sportschule. Am 15 Februar 1947 zieht das MILE in seine neue Kaserne in Bellmerin ein. Seit über sechzig Jahren ist Eupen noch immer der Standort unseres Institutes.
vom pädagogischen Turnen zum militärischen Training
Die vom Capitain-Kommandant Van Mensel, Professor in der MILE vor dem Krieg, durchgeführte Studie bezüglich des physischen Trainings der belgischen Soldaten, zeigte klare Mängel in den angewandten Trainingsmethoden der Vorkriegszeit. Trotz allem wurde eine tief greifende Reform der Lehrmethoden des Institutes erst im Jahre 1951 durchgeführt. Unter Einwirkung des Oberst-Leutnant Camille TASSE, der 1950 das Kommando der Schule übernahm, wurden die neuen Methoden innerhalb der IMEP angewandt. Dieser Offizier, der seine gesamte Laufbahn dem Training der Soldaten im Kampf widmete, führte die notwendigen Anpassungen betreffend das körperliche Training ein. Aufgrund der neuen Methoden waren die Soldaten viel besser, als im Vorfeld, auf dem Kampf vorbereitet. Das Ausdauertraining, das früher nicht angewandt wurde, nahm eine viel größere Rolle in der Ausbildung ein. Neben dem Laufen und Marschieren wurden auch andere Fähigkeiten, wie zum Beispiel das Schwimmen, Klettern, Werfen, Springen, Tragen und Heben von Lasten trainiert. Seit 1951, ruht die körperliche Ausbildung der MILE auf drei Säulen:
  • Die körperliche Basisausbildung, die als Ziel hat, die individuellen physischen Qualitäten der Soldaten zu verbessern und sich somit teilweise immer noch auf das  pädagogische Turnen bezieht.
  • Die militärische Kampfausbildung, hier werden einerseits,  verschiedene für den Soldaten unumgängliche Militärtechniken  gelehrt. Anderseits wird die “natürliche Methode”  von Georges HEBERT (1875-1957) angewandt. Diese dient dazu, die moralischen und karakteriellen Qualitäten der Soldaten zu entwickeln.
  • Der Sport und die Spiele, parallel zur Entwicklung in der Gesellschaft , nimmt dieser Teil eine wichtige Rolle im physischen Training und vervollständigt die Formation der  Ausbilder.

Heute noch, bilden diese drei Säulen, die Basis des Unterrichtes  in der KMILE. Sie garantieren eine angepasste  physische und militärische Ausbildung, die den heutigen Forderungen der Militärischen Karriere entsprechen.
die natürliche Methode im Militärischen Institut für Leibeserziehung
« Stark sein um nützlich zu sein ». So beschreibt Georges Hébert (1875 – 1957), ein französischer Marine Offizier, seine “natürliche Methode”, auch “Hébertisme” genannt. Während seiner zahlreichen Reisen als Ausbilder zum Kapitänleutnant, ist er erstaunt von der Stärke, der Ausdauer, dem Mut und der Kaltblütigkeit der eingeborenen Bevölkerungen. Diese Feststellungen sind für ihm die Basis der physischen Ausbildung für die natürlichen physischen Aktivitäten. In seinem Lehrgang der natürlichen Methode, findet man die Übungen in drei Gruppen mit dem gleichen Prinzip wieder. Die Übungen der normalen Bewegung: Darin findet man das Gehen, das Laufen und die Sprünge wieder. Das Klettern/Besteigen, das Vierfußspringen, die Gleichgewichtsübungen und das Schwimmen, gruppiert er zusammen mit der Bezeichnung Übungen zur speziellen Fortbewegung, stattdessen werden das “Werfen”, das “Tragen”, die “Selbstbeteiligung”,  als Nützungsübungen klassifiziert. Nach der Philosophie von Hébert, müssen alle Übungen draußen oder in der freien Natur durchgeführt werden. Der Oberstleutnant Tasse ist ein leidenschaftlicher Anhänger der Hébert Ideen. Er wendete diese bereits in Prenzlau an, wo er in Gefangenschaft war. Später, als Kommandeur des MILE wird er sich reichlich davon inspirieren lassen. Im Jahr 1950, benutzt er Hebert’s Methode, um das Programm des physischen und des Kampftrainings, im Rahmen der Formation zum Ausbilder, festzulegen. 1950, mitten im “kalten Krieges”, brach der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea. Auf Anfrage der Vereinten Nationen, hat die belgische Regierung sich dazu entschieden, eine Batallion mit Freiwilligen zur Verfügung zu stellen und diese nach Korea zu schicken. Demnach wurden 900 Freiwillige zur “Belgian United Nations Command” abgeordnet, darunter die Gebrüder Etienne und Pierre Gailly, außerdem noch einige Andere die in der KMILE ausgebildet wurden. Während den Vorbereitungen an Bord des Schiffes “KAMINA”, wurden die Prinzipien der natürlichen Methode von Hébert angewandt um die physikalische Kondition zu unterhalten. Heute wird noch ein Großteil des ”Hébertisme” im Trainingsprogramm der Kampfausbildung für Soldaten in der KMILE angewandt.
die Freundschaft durch den Sport
Am Ende des zweiten Weltkriegs strebte Europa zutiefst nach dem Frieden. Die Soldaten zogen es mit Abstand vor, sich eher im Sport zu messen, als sich auf das Schlachtfeld zu schlagen. Im Jahre 1948 nach dem Beispiel dessen, was sich nach dem ersten Weltkrieg mit der Schaffung der „Interallied Games“ machte, gründeten fünf europäische Länder - Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande - den „internationalen Rat des Militärsports“. Diese internationale sportliche Organisation, die bis zum heutigen Tag etwa 132 Mitglieder in der Welt zählt, hat sich zum Ziel gesetzt, den Frieden in der Welt zu fördern und organisiert zu diesem Zweck sportliche Demonstrationen zwischen Soldaten. Die Solidarität zwischen den Ländern ist ebenfalls ein Wert, den sie verteidigt, da es nicht selten ist, dass große Nationen Hilfe und Unterstützung anderer brauchen, die über deutlich weniger Mittel bei der Organisation ihrer Militärmeisterschaften verfügen. Unter dem Impuls des CISM aus neuen typisch militärischen Disziplinen wie Militär Fünfkampf oder Luftfahrt Fünfkampf für Piloten entstehen werden. In der belgischen Armee ebenfalls nimmt die sportliche Praxis einen unaufhörlich wichtigeren Platz im Rahmen der physischen Vorbereitung des Soldaten ein. Nationale und regionale Militärmeisterschaften werden organisiert, was unserem Land erlauben wird, einige Goldmedaillen an den Weltmeisterschaften zu erringen. Ab diesem Zeitpunkt bilden der Sport und die Spiele einen dritten bedeutenden Pfeiler in der Ausbildung der Ausbilder und der Meister in Leibes Erziehung innerhalb des Militärinstituts für Leibes Erziehung. Nicht nur, weil eine besondere Beachtung der Praxis von einigen von diesen neuen Disziplinen geschenkt wird im Rahmen der Ausbildung der Sportausbilder, aber auch, weil es wichtig wird, die organisatorischen Aspekte zu beherrschen, die zeitgleich mit der sportlichen Praxis im Rahmen des Wettbewerbs gehen.
die Organisation der Ausbildung im Königlichen Militärinstitut für Leibes Erziehung
Bis zum Jahre 1972 basierte sich die Ausbildung im königlichen Militärinstitut für Leibes Erziehung auf die Struktur, die von Oberstleutnant Gonze, erstem Kommandeurs des MILE nach dem zweiten Weltkrieg. Er wendete ein Dekret an, das vom Prinzen Regent im Jahre 1947 kam, in dem die Umgestaltung des Militärinstituts für Leibes Erziehung vorgesehen war. Die Kurse enthielten hauptsächlich Lektionen physischen Basisantriebs, und physischer militärischer Kampftraining, aber Sport- und Spielantrieb vervollständigten die Ausbildung der Militärausbilder in Leibes Erziehung. Die folgenden Diplome wurden dann verliehen:

  • Diplom von Hilfs-Ausbilder in Leibes Erziehung und Sport = Kurs von sechs Wochen für Offiziere und Unteroffiziere.
  • Ausbilderdiplom in Leibes Erziehung und Sport = Kurs von zwölf Monaten zugänglich für Offiziere und Unteroffiziere. Die Kandidaten werden unter den besten vom Kurs von Hilfs-Ausbilder rekrutiert.
  • Diplom des Meisters in Leibes Erziehung und Sport = Kurs von zwölf Monaten werden die Kandidaten werden unter den besten vom Ausbilderkurs gewählt.
  • Diplom des Waffenmeisters: Spezialisierung in Fechten für die Schüler des Hauptkurses in EPS, die Bestimmungen für das Fechten vorlegen.
Außerdem organisiert das Institut regelmäßig Umschulungen für die Ausbilder in EPS, und ab 1951 wird ein zusätzlicher Kurs für die Milizsoldaten mit Aushändigung eines Zivildiploms in Leibes Erziehung organisiert
Raid
Im Jahre 1979 nimmt Major Bodart den Befehl des Königlichen Militärinstituts für Leibes Erziehung über. Durch seine Vergangenheit als Kommando- Fallschirmspringer kennt er die Notwendigkeit eines physischen und militärischen Kampf-Trainings, er ist aber ebenfalls von der Rolle überzeugt, die die moralischen und karakteriellen Qualitäten in der Ausbildung des Soldaten spielen. Mit dem Kapitän-Kommandant Bertrand Borrey, Spezialist in diesem Bereich, organisiert er zum ersten Mal im Jahre 1982 einen “Raid“ als Prüfung für die Schüler des Ausbilderkurses in Leibes Erziehung. Dieser Raid ist heute noch eine sportlicher und physische anspruchsvolle Wanderung von sechs Tagen in vollständiger Autonomie. Jeder Kontakt mit der Außenwelt wird dort aus offensichtlichen Gründen soviel wie möglich vermieden. Während dieser Übung, die ursprünglich eine Ausschluss-Prüfung war, müssen die Schüler nicht nur den Beweis physischer Qualitäten, sondern der Ausdauer und des Willens erbringen. Es ist ebenfalls wichtig, dass sie Führung, Gruppengeist und Willen zum gegensätzlichen Beistand beweisen, Eigenschaften großer Bedeutung im Beruf des Sportausbilders in der Armee. Es ist selbstverständlich, dass für ein solches Projekt die Umgebungen von Eupen und die Ardennen nicht die adäquatesten Gelände waren. Es ist der Grund, aus dem die harten korsischen Berge, wohl bekanntes Gelände unserer Offiziere Kommando-Fallschirmspringer, im Jahre 1982 gewählt worden sind. Seit 1991 findet der Raid der Schüler in den französischen Pyrenäen statt, Region, die uns dieselben Eigenschaften garantiert wie die korsischen Berge.
Frauen in der Armee
Im Jahre 1975 beschließt die belgische Regierung im Einvernehmen mit der damaligen Gesetzgebung, Frauen in der Armee zu akzeptieren. Schnell integrieren die Ersten das Königliche Militärinstitut für Leibes Erziehung, um am Kurs von Hilfs-Ausbilder von einer Dauer von sechs Wochen teilzunehmen. Die erste Frau die an dem Ausbilderkurs in Leibes Erziehung und Sport teilnimmt ist Leutnant Linda Hernon im Jahre 1979. Im Vorjahr hatte sie erfolgreich an dem Kurs Hilfs-Ausbilder teilgenommen und entsprach den Auswahlkriterien für den Ausbilderkurs. Später folgten die Unteroffiziere Martine Decoutere, Linda Lebon in Christine VanPut ihre Spuren. Godelieve Lieckens im Jahre 1986, Leutnant Nathalie Beerden im Jahre 1990 und Dominica Wijckmans im Jahre 1999 folgten auch mit Erfolg den Kurs. Feldwebel Mandy Dammekens ist derzeit die letzte weibliche Bewerberin. Sie hat ihr Ausbilderdiplom im Juli 2009 erhalten. Diese Frauen mussten denselben Kriterien genügen wie ihre männlichen Kollegen. Sie haben eine außergewöhnliche Mutdosis, Motivierung, Willen und Ausdauer gezeigt, um diese Ausbildung erfolgreich durchzuführen, umgeben von zahlreichen männlichen Kollegen. Von ihnen als schwaches Geschlecht reden ist nicht angebracht.
Studenten der ganzen Welt
Seit Beginn seiner Existenz haben Studenten AUS GANZ Europa an den Kursen teilgenommen, die im Königlichen Militärinstitut für Leibes Erziehung gehalten wurden. Vor dem zweiten Weltkrieg kamen sie besonders aus Portugal und aus den Niederlanden. Später nach der Unabhängigkeit des ehemaligen belgischen Kongos kamen sie hauptsächlich aus Zentralafrika. So hat das Institut während all seiner Existenz von Zaire, Ruanda und Burundi, aber auch von Senegal, Benin und Libanon gekommene Schüler (Asien) empfangen. Sogar von über den Atlantik hinaus haben Studenten  unser Institut besucht. Im Jahre 1973 haben sich einige Praktikanten aus Quebec während zwei Wochen in Eupen aufgehalten, um die Feinheiten des Fechtens zu beherrschen. Im Jahre 1998 haben zwei argentinische Offiziere am Sechswochenkurs zum Hilfsausbilder EPS teilgenommen. Zudem vergessen wir unsere treuesten Gäste nicht: Jedes Jahr kommen zahlreiche Offizieren und Unteroffiziere aus dem Großherzogtum Luxemburgs zum Institut, um eine der zahlreichen Formationen zu verfolgen die den Katalog der Schule ausstatten.
von Sportunterrichter zum Physical Trainer Instructor
Im Jahre 1994 endet in unserem Land die Militärdienstpflicht. Tausende Dienstpflichtige verlassen den Dienst zu diesem Zeitpunkt. Diese Entscheidung der belgischen Regierung hat eine grundlegende Auswirkung auf die Arbeit der Sportunterrichter der Armee. Er war in der Vergangenheit besonders ein Ausbilder. Er hat mit großen Gruppen von Wehrdienstpflichtigen gearbeitet und ihnen die Kniffe der Militärischen Leibes Erziehung gelernt. Seine Schüler beendeten nach einer gewissen Zeit ihr Training und neue Rekruten kamen an. Sport war eine Form der Entspannung und ein Mittel um die physischen Bedingungen zu fördern. In unserer derzeitigen Armee ist seine Rolle wesentlich anders. Der Sportunterrichter der belgischen Armee wird jetzt wie in der britischen Armee PTI Physical Trainer Instructor genannt. Seine Qualitäten als Trainer müssen viel mehr im Vordergrund stehen durch ein individuelles Begleiten. Er arbeitet mit jungem und weniger jungem Berufssoldaten, von denen er die physische Bedingung auf Niveau bringen und erhalten muss. Eine Aufgabe die nicht so einfach ist in unserer modernen Gesellschaft. Auf der Organisation vom Unterricht im Königlichen Militärinstitut für Leibes Erziehung hat die Professionalisierung der Armee einen wichtigen Einfluss gehabt. Die Dauer der Ausbildung zum Meister in Leibes Erziehung ist drastisch gekürzt worden. Nach einer Ausbildung zum Unteroffizier, ein Praktikum in einer Einheit und den Kurs Assistent PTI von sechs Wochen folgt der Kandidat heute ein Jahr Ausbildung zum PTI im Institut. Nach Erlangen seines PTI Diploms kann er an einer Anzahl Spezialisierungskurse später teilnehmen im Institut. Die Dauer dieser Kurse geht von einigen Tagen bis zu einem Monat.
die Abkommen mit dem BLOSO und der ADEPS
Am 14. September 2009 wurde im Laufe der Befehlübergabe zwischen Oberst  Leutnant Hagen Vandenbulcke und Major Arnaud Michaux ein Abkommensprotokoll zwischen einerseits dem BLOSO und der ADEPS und andererseits, die Verteidigung unterzeichnet. Durch dieses Abkommen erneuern die betreffenden Parteien ihre Zusammenarbeit, und die zwei Hauptinstanzen unseres Landes erkennen verschiedene Formationen an, die innerhalb des Königlichen Militärinstituts für Leibes Erziehung gelehrt werden. Die Schüler des Instituts erhalten von nun an am Ende ihrer entsprechenden Ausbildung ein Diplom von diesen zwei Organismen oder von einer Freistellung gewisser Kurse, die am BLOSO oder an der ADEPS gegeben werden. Es ist selbstverständlich, dass das Institut gleichzeitig seine Türen etwas mehr öffnet an der Zivilwelt. Im Jahre 2009 haben die ersten nicht-militärischen Schüler ein offizielles Diplom erhalten aufgrund eines Kurses in unserem Institut und wir hoffen, dass andere Kandidaten während der kommenden Jahre folgen werden. Diese Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Parteien hat nur Vorteile. Die Zivilklubs können folglich einen Aufruf machen an Diplomierte des Instituts besonders für die Ausbildung ihrer Jugendlichen, aber dieser genießt ebenfalls die positiven Wirkungen dieses Austausches. Die Erfahrung, die von unseren Ausbildern in Zivilmitte gesammelt wurde, fällt positiv auf den Unterricht zurück, der innerhalb des Instituts gegeben wird.
Messen ist Wissen
Der Inhalt der Kurse für Theorie des Trainings und Physiologie der Anstrengung, die im Königlichen Militärinstitut für Leibes Erziehung gegeben wurden, hat sich stark im Laufe der zwei letzten Jahrzehnte entwickelt. In Übereinstimmung mit der Entwicklung der Techniken sportlicher Vorbereitung auf dem internationalen Niveau, haben sich physiologische Parameter wie der Höchstsauerstoffverbrauch (VO2max), die Werte von Milchsäurekonzentration die Herzfrequenzen in den theoretischen Kursen des Instituts aufgedrängt. Die Verwirklichung und die Beobachtung eines Trainingplans, der mithilfe dieser Angaben individualisiert wurde, ist heutzutage kein Geheimnis für die Sportausbilder der neuen Generationen.
Projekt Socio-sportivo-éducatif an Lubumbashi
Im Jahre 2007 nimmt das Institut auf Antrag des Haupt-Stabes an einem Socio-sportiv-Ausbildungs Projekt in Lubumbashi, die zweite Stadt der Demokratische Republik des Kongos teil. Das Ziel dieses Projekts, das in Zusammenarbeit mit der freien Universität von Brüssel entwickelt wurde, besteht darin, etwa dreißig Freiwillige als Bewegungs- und Sportanimatoren auszubilden, um die Straßenkinder von Katanga, Provinz des Kupfers zu begleiten. Während vier Wochen haben Gino Denert, Christian Wilberz und Roger Borgermans unter dem Befehl des Kommandeurs des KMILE Major Vandenbulcke ihr Bestes gegeben, um diese edle und soziale Zielsetzung zu erreichen. Sie waren folglich und zu Recht stolz, als am 25. November 2007 die Diplome an ihren Schülern übergeben wurden.
 
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