Gedenkfeier in Wereth 24.09.2011 - WWI World War Tours WWII

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WERETH - Gedenkfeier am Kriegerdenkmal des 333rd Field Artillery Battalion (Colored) am 24.09.2011 - "The Wereth 11"
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Bekanntheit erlangte der unscheinbare Weiler Wereth vor einigen Jahren durch das dort angesiedelte einzige Kriegerdenkmal für gefallene farbige US-Soldaten während des Zweiten Weltkrieges in Europa. Dieses Renommee, das von den Mitarbeitern der »US Memorial Wereth Association« sowie vom »European Chapter of the Rocks« gepflegt wird, erfuhr durch den im vergangenen Februar veröffentlichten Dokumentarfilm »Wereth 11« einen weiteren Aufschwung. So war es keineswegs verwunderlich, dass zur diesjährigen Gedenkfeier großer Bahnhof in Wereth herrschte, wobei sich die Zahl amerikanischer Militärs mit den der hiesigen Interessierten die Waage hielt. Neben den ranghohen Militärs waren auch der Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Ferdel Schröder, Bürgermeister Klaus Schumacher sowie Kabinettschef Erich Bach erschienen. Am Samstagvormittag hatte das Mahnmal-Komitee um Präsidentin Anne-Marie Noël und Schriftführerin Solange Dekeyser zum großen Zapfenstreich eingeladen. Besonders glücklich zeigte sich die Präsidentin über den Besuch der Nichte von Robert Green, Sandra Green, die zum ersten Mal Europa besuchte.

Dudelsack-Spieler Sean McCartney

Wereth ist tatsächlich das einzige Mahnmal in Europa, das an die vielen gefallenen GI’s afroamerikanischer Herkunft erinnert und zugleich auch ein schwarzes Kapitel amerikanischer Militärgeschichte mit Rassentrennung und -hass skizziert. Anne-Marie Noël appellierte an die Jugend, dass die Opfer des Zweiten Weltkrieges die Menschheit zum friedlichen Zusammenleben und Miteinander ermahnen sollen. Leider sehe die Welt auch fast 67 Jahre nach der Nazidiktatur anders aus. »Weshalb kann ein großer Teil der Menschheit - die im Grunde doch den Frieden wünscht - kein Leben ohne Blut und Tränen führen?«. Pfarrer Walter Heyen betonte in seinem Gebet, dass durch den Akt des Verzeihens der Friede und die Liebe erst entflammen: »Was mit Hass begann, wurde zur Ehrerbietung an die Leute, die für den Frieden eingetreten sind und ihr Leben hingegeben haben.« Besonders eindrucksvoll wirkte die Projektvorstellung von Schülern, die sich im Unterricht mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde auseinandergesetzt haben. Auf Deutsch, Französisch, Niederländisch und Englisch forderten die Schüler deutliche Zeichen für eine tolerantere Zukunft. Für Bürgermeister Klaus Schumacher ist das Denkmal in Wereth ein Ort, um über die Sinnlosigkeit von kriegerischen Auseinandersetzungen nachzudenken. »Der Krieg kann nicht das Wahre sein. Wir haben die Aufgabe, der Jugend die Schrecken dieser Kriege aufzuzeigen, damit sich Geschichte nie mehr wiederholt«, so Schumacher. Hierbei hob der Ameler Bürgermeister vor allem das Leid der hiesigen Bevölkerung hervor. »Ich wünsche mir für die Zukunft Frieden, Frieden und nochmals Frieden«, so der Bürgermeister abschließend.

Schriftführerin der Vereinigung "U.S. Wereth Memorial" und Mitorganisatorin der Gedenkfeier, Solange Dekeyser
rechts Mathilde Schmetz vom Remember Museum in Clermont
Präsidentin der Vereinigung "U.S. Wereth Memorial" Anne-Marie Noël
Schüler, die sich im Unterricht mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde auseinandergesetzt haben
Drei-Sterne-General Lieutenant-General John W. Morgan vom Headquarter FC in Heidelberg

Drei-Sterne-General Lieutenant-General John W. Morgan vom Headquarter FC in Heidelberg lobte in seiner Dankesrede den großen Mut und die Aufopferungsbereitschaft der elf afroamerikanischen Soldaten, die am kalten Wintertag des 16. Dezember 1944 von ihrer 333rd Field Artillery Battalion abgeschnitten wurden und schließlich im Haus Langer in Wereth von SS-Schergen gefangen genommen, gefoltert und grausam hingerichtet wurden. »Diese farbigen Soldaten kämpften für die Menschheitsideale Freiheit und Frieden und opferten trotz der damals präsenten und allgegenwärtigen Rassentrennung innerhalb der US-Armee im Kampf gegen die Nazi-Tyrannei ihr Leben. Erst vier Jahre nach Kriegsende unterzeichnete Präsident Harry Truman das Gleichheitsprinzipgesetz für die US-Truppe«, so Ltg. John W. Morgan.

Die Menschen in Wereth hätten im Krieg Nächstenliebe gelebt und sich über Rassismus und ethnische Fragen hinweggesetzt, indem sie den völlig entkräfteten GI’s im Chaos der Ardennenoffensive Hospiz und Nahrung anboten. »Gerade dieses Vermächtnis der elf gefallenen Soldaten und der tapferen Werether Menschen soll uns für alle Zeiten Vorbild sein.« Zusammen mit den übrigen 222 Soldaten und sechs Offizieren
, die in den Dezembertagen 1944 als Mitglieder der 333rd Field Artillery Battalion in der Region ihr Leben verloren, seien die »Wereth 11« Ausdruck und Symbol zugleich für Freiheit und Frieden in Zeiten von Tyrannei und Unterdrückung. Nach den offiziellen Reden und den verschiedenen Kranzniederlegungen segnete Kaplan Jerry Young die Anwesenden, bevor Hartmut Hausser zum Salut blies. Dudelsack-Spieler Sean McCartney interpretierte im Anschluss das »Amazing Grace« bevor der Kgl. Musikverein »Laetitia« Heppenbach einige Werke interpretierte.

Textquelle: Auszug aus dem Grenz-Echo, die deutschsprachige Tageszeitung Belgiens
Amels Bürgermeister Klaus Schumacher mit der Präsidentin Anne-Marie Noël
links der Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ferdel Schröder
 
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