Kenneth Rock Merritt @Lanzerath - WWI World War Tours WWII

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Veranstaltungen Ausstellungen > Jahr 2016 > Kenneth Rock Merritt @Lanzerath
LANZERATH (B) 28.08.2016 - Return of US Veteran Kenneth "Rock" MERRITT 508 PIR
links Randy Fort ( Sohn von James Fort, Funker im Aufklärungszug von Lyle Bouck Jr.), US-Veteran Kenneth "Rock" Merritt (508th PIR), Troy und Robert Palmer (Sohn und Enkel des US-Veteran Lawrence Palmer, Kampfgefährte von Mr. Merritt)
Auf Initiative des C-47 Club Ardennes Salm River Chapter und vor allen Dingen seines Präsidenten Eddy Lamberty fand am Sonntag, dem 28. August 2016 um 14.30 Uhr in Zusammenarbeit mit Erik Van der Hoeven (geschichtlicher Nachforscher aus Groningen, NL) sowie Marcel Vaessen aus Lanzerath (Verantwortlicher des Denkmals in Lanzerath) eine Gedenkfeier am sogenannten „Bouck-Denkmal“ in Lanzerath statt. Diese Zeremonie wurde zu Ehren der amerikanischen Soldaten, die in dieser Gegend im Januar 1945 gekämpft haben, abgehalten. Anwesend waren zudem die Eigentümer des Grundstückes Albert und Tina Thelen-Scholzen, Solange Dekeyser, Silvia und Patrick Langer des Komitees der VoE US Memorial Wereth, Doug Mitchell (106th Infantry Division Ass.), Albert Schugens (Vertreter der Reservisten der Ostkantone), zahlreiche Mitglieder der Reenactor-Vereinigung „Ardennes 505 PIR ASBL“ sowie Randy Fort, Sohn des US-Veteran James Fort, der als Funker mit Lyle Bouck Jr. im Aufklärungszug des 394. US-Infanterie-Regiments (18 Mann) zu Beginn der Ardennenoffensive am 16. Dezember 1944 ein Bataillon vom Fallschirmjäger-Regiment 9 der 3. Fallschirmjäger-Division beim Vormarsch empfindlich aufgehalten hat und somit die deutschen Pläne für die Offensive schon am ersten Tag völlig durcheinander gebracht hat. Einige geschichtsinteressierte Gäste rundeten die vielseitige Gruppe vor Ort ab. Als Ehrengäste nahmen zum einen der 93jährige US-Veteran Kenneth „Rock“ MERRITT, der bereits von US-Präsident Barack Obama empfangen wurde und zum anderen Herr Troy PALMER, Sohn des Veteran Lawrence Palmer (1998 verstorben) teil. Begleitet wurde Troy Palmer von seinem Sohn Robert. Kenneth Merritt war über 35 Jahre Berufssoldat der amerikanischen Armee und schaffte es zum Command Sergeant Major. Er diente im Zweiten Weltkrieg mit Absprüngen und Einsätzen in der Normandie (Juni 1944, D-Day), über Nijmegen (NL) und Belgien. Nach dem Zweiten Weltkrieg kämpfte der Veteran in Korea und schließlich Vietnam. Beide Veteranen, Merritt und Palmer, die übrigens seit jeher Kameraden und sehr eng befreundet waren, dienten im 508. Fallschirmjägerregiment (508th PIR – Parachute Infantry Regiment). Dieses Regiment wurde bereits für die Landung in der Normandie im Juni 1944 der 82. US-Luftlandedivision angehängt und sprang im Rahmen der Operation „Market Garden“ über Holland bzw. Nijmegen ab, gelangte dann mit der kompletten 82nd A.D. nach Belgien, um den Beginn der Ardennenoffensive hautnah und in all seiner Brutalität miterleben zu müssen.
Das Denkmal in Lanzerath, da zu Ehren von Leutnant Lyle Bouck Jr. und seinen Männern eines Aufklärungszugs des 394. US-Infanterie-Regimentes, Teil der 99. US-Infanterie-Division errichtet wurde, erhielt am 31. Januar 2015 eine weitere Gedenktafel und zwar zu Ehren der beiden erstgenannten US-Fallschirmjägereinheiten (508th PIR – 82nd AD). Aus diesem Grund war es natürlich auch eine ganz besonderes Ereignis gerade einen Veteran dieser Einheit als Gast begrüßen zu können. Für den Veteran Kenneth Merritt und Herrn Palmer, die am 25. August 2016 in Belgien angekommen sind, ist diese Reise nach Belgien auch eine Rückkehr in das Gebiet, in der vor fast 72 Jahren heftige Kämpfe stattfanden. Beide wurden tagtäglich mit dem Tod und dem schrecklichen Gesicht des Krieges konfrontiert. Sie verloren viele ihrer Kameraden und so war es ein besonderer Wunsch von Rock Merritt, einige für ihn wichtigen Orte bzw. Stellen zu besuchen. So z.B. die Orte Deidenberg und Holzheim, in denen seine Kamerad Mr. Tetak am 22. Januar 1945 gefallen ist und Lenny Funk sich die höchste Auszeichnung der US-Armee, die MEDAL OF HONOR verdiente.
Albert und Tina Thelen-Scholzen, Eigentümer des Grundstückes, auf dem das Denkmal errichtet wurde
Silvia und Patrick Langer sowie Solange Dekeyser des Komitees der VoE US Memorial Wereth
Durch die Gedenkfeier führten Erik Van der Hoeven und Marcel Vaessen, die sich auf Grund der Übersetzung des Gesprochenen abwechselnd an die interessierten Teilnehmer der Feier richteten. Marcel Vaessen, Betreuer des Denkmals, erläuterte dem Veteran und den Anwesenden, was sich an o.g. Tag an dieser historischen Stelle ereignet hat. Die Gäste aus den USA hörten gebannt zu und waren dankbar, diese Informationen direkt vor Ort erhalten zu haben.
Mr. Troy PALMER
Mr. Robert Palmer
Im Anschluss an die Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund wurde Herrn Troy Palmer die Ehre zuteil, eine Gedenktafel in Erinnerung an Pfc. Steve Tetak, der am 22. Januar 1945 in der direkten Umgebung von Deidenberg durch deutsche Artillerieeinwirkung fiel, zu enthüllen und ihn in dieser Form in die sogenannten „Gallery of the Giants“ aufzunehmen.
Rock Merritt hielt es nicht weiter auf seinem Sitzplatz und so stellte sich der rüstige Veteran neben das Denkmal und schilderte in eindrucksvoller Art und Weise einen Teil seiner damaligen Erlebnisse. Dies vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass die heutige Freiheit, in der wir alle leben dürfen, schwer erkämpft werden musste und viele Soldaten ihr Leben lassen mussten. Nach dieser spontanen Rede wurden die Anwesenden zu einer Schweigeminute aufgerufen, der das Abspielen des amerikanischen sowie der belgischen Nationalhymnen folgte.
Die Gedenkfeier abschließend wurden vom US-Veteran, der Familie Palmer, der Vertreter der Vereinigungen 106th Inf. Div. Ass., C-47 Club Ardennes Salm River Chapter, Ardennes 505 PIR ASBL und der Reservisten der Ostkantone Blumen zum Gedenken an die Opfer niedergelegt.
Im Anschluss an die Gedenkfeier ging es für einen Teil der Teilnehmer noch weiter in Richtung Deutschland. Kurz vor der Rückkehr nach Deutschland stoppte die Gruppe am Denkmal am Losheimer Graben, das zu Ehren und in Erinnerung an das 1. Btl. des 394. Infanterie-Regimentes und der ihm zugeordneten Einheiten der 99. US-Division errichtet wurde. Für ihre an diesem Ort am 16. Dezember 1944 gezeigte Tapferkeit und den heroischen Einsatz erhielten sie als Anerkennung die hohe Auszeichnung „Presidential Unit Citation“.
Die nächste und letzte Station war die Höhe „Hollerather Knie“ auf deutscher Seite, auf der sich noch die Reste der zum Westwall gehörenden Panzersperren befinden. Die Gruppe wurde in den Wald geführt, in dem einige Feldunterstände, Stellungslöcher (Foxholes) und Laufgräben von den Kriegsereignissen im Herbst und Winter 1944/45 zeugen. Ein Denkmal (277. Volksgrenadierdivision und 99. US-Infanterie-Division) erinnert an die verlustreiche Ardennenoffensive, die der letzte Versuch Nazi-Deutschlands war, den westalliierten Militärs eine kriegswendende Niederlage zuzufügen. Nach der Besichtigung dieses geschichtsträchtigen Ortes endete die Visite des US-Veteran Kenneth „Rock“ Merritt, der sichtlich erschöpft die Rückfahrt zum Hotel antrat.
 
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