Brücke über die Amel - WWI World War Tours WWII

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Ardennenoffensive > Kämpfe in Stavelot
Kampf um die Brücke über die "Amel-Amblève" und Zivilopfer

Am Abend des 17. Dezember 1944 erreichte die Panzerkolonne von J. PEIPER die Höhenzüge diesseits des Dorfes STAVELOT, wo er anhalten ließ, um die Lage vor Ort zu erkunden. An dieser Stelle bog der Weg scharf um einen Felsvorsprung und verlief dann geradeaus über eine Steinbrücke in die Ortschaft. Vorgeschickte Spähtruppen berichteten von starken Bewegungen von Lastwagen. Das rege Treiben wirkte wie die Vorbereitung eines Gegenschlags. In Wahrheit ordneten sich die Nachschubfahrzeuge zum Rückzug. Die rasch zu neige gehenden Treibstoffreserven zwangen die Deutschen aber in jedem Fall zu weiterem Vormarsch, da sie auf die amerikanischen Benzinlager angewiesen waren. Peiper ahnte nicht, dass ein Zug des 291. US-Sturmpionierbataillons unmittelbar hinter der nächsten Wegbiegung Straßensperren errichtet, Minen gelegt und zusätzlich auch noch eine Bazooka samt Maschinengewehr in Stellung gebracht hatte. Unmittelbar vor der Kurve war der Soldat Bernhard Goldstein als Späher postiert. Der Spitzenpanzer Peipers erreicht die Straßenkrümmung, während sich aufgesessene Grenadiere arglos unterhielten. Dieses Unterfangen wurde dann vom Soldaten Goldstein unterbrochen, der sich der anrückenden Panzerkolonne alleine mit seinem Gewehr entgegen stellte und ein beherztes HALT ausrief. Unmittelbar hiernach sprangen die SS-Grenadiere von den Panzern und eröffneten das Feuer. Die Panzer eröffneten ebenfalls mit ihren MG´s das Feuer und eine Granate verfehlte nur knapp den Kopf von Goldstein, der mit langen Sätzen hinter einen Felsvorsprung hechten konnte.

Unterdessen hatte sich Peipers Panzerkolonne der Brücke von Stavelot genähert. Der um die Kurve biegende Spitzenpanzer zerbarst mit einem lauten Knall im angelegten Minenfeld. Als Peiper erkannte, dass die anderen Fahrzeuge auf der engen Straße ebenfalls ein zum leichten Ziel wurden schickte er rund 60 Mann als Trupp zu Fuß vor, um die Brücke im Sturm zu nehmen. Die Angreifer wurden allerdings rasch zurückgeschlagen. Unter diesen Umständen musst Peiper seine Lage überdenken. Nach einer Rast traf gegen Mitternacht ein Leutnant von Skorzenys Sonderbrigade ein und meldete, dass die Verstärkung im Schlamm oder aber im Fahrzeugstau steckengeblieben sind. Somit beschloss Peiper eine Kampfpause einzulegen und auf die Verstärkung zu warten. In der Morgendämmerung sollte dann erst der Angriff auf Stavelot starten. Damit hatten die Amerikaner kostbare Stunden zum Ausbau ihrer Abwehrlinien gewonnen.

Während dieser Nacht erhielten die Verteidiger von Stavelot Unterstützung von 7,5 cm-PAK. Diese von Major Paul J. SOLIS befehligte Einheit hatte gerade
noch Zeit in Stellung zu gehen, bevor bei Tagesanbruch der deutsche Angriff erfolgte. Zwei auftauchende PANTHER näherten sich in rasendem Tempo der Brücke, deren Sprengung aus unerklärlichen Gründen nicht erfolgreich war. Der erste Panzer erhielt einen Volltreffer und geriet in Flammen, rollte allerdings noch weit genug, um die errichtete Straßensperre zu durchbrechen. Der zweite Panzer schoß eine Bresche für die nachfolgenden Fahrzeuge und Infanteristen, die den Gegner in die Ortsmitte zurückdrängten. Erst sehr viel später lüftete sich der Schleier um das Geschehen an der Brücke und die vereitelte Sprengung. Einige Monate nach dem Zwischenfall berichtete ein amerikanischer Pionierfeldwebel, ein deutscher Kriegsgefangener habe ihn in Le Havre auf Englisch begrüßt und ihm gesagt: "Das Ding haben wir gedreht."

Während der allgemeinen Verwirrung in der Nacht vor dem Angriff waren ihm unter den aufgeregt hin und herlaufenden Soldaten verschiedener US-Einheiten ein paar ihm fremde Gestalten aufgefallen, die sich an der Brücke zu schaffen machten. Nach den Worten des Deutschen zweifelte er nicht mehr daran, dass es sich bei diesen gestalten um Männer in amerikanischen Uniformen, die zu Skorzenys Sonderverband gehörten, handelte. Diese hatten sich demnach mit dem Auftrag die Sprengung der Brücke zu sabotieren eingeschmuggelt. Als Peipers Fahrzeuge über den Fluss bis zur Ortsmitte vordrangen, gerieten sie auf dem Dorfplatz unter heftigen Feindbeschuss. Daraufhin befahl der Obersturmbannführer seiner Hauptstreitmacht, am westlichen Ortsrand entlang auf das nächste Ziel - Trois-Ponts - weiter vorzustossen. In Stavelot ließ er eine kampfstarke Abteilung zurück, die den Wiederstand des Gegners brechen sollte.

Während das Gross von Peipers Truppe nach Westen vorstieß, wüteten die zurückgebliebenen SS-Männer in Stavelot. Am Rande eines Waldes unweit der Brücke über die Amel erschossen sie acht wehrlose amerikanische Kriegsgefangene. Ein deutscher Panzer eröffnete das Feuer auf eine Gruppe von Dorfbewohnern und an anderer Stelle starben mindestens drei Zivilisten im Kugelhagel. Später entdeckten die Deutschen 26 Belgier, die sich am Ortsrand ängstlich in einem Keller zusammengekauert hatten. Die Soldaten schleuderten daraufhin Handgranaten in das Haus. Einige der Bewohner überlebten die Explosion und riefen, sie seien Zivilisten. Die Deutschen befahlen ihnen herauszukommen und streckten sie dann mit Maschinenpistolen und Gewehren nieder. Als das sinnlose Töten in Stavelot schließlich ein Ende fand, hatten 101 unschuldige Opfer ihr Leben lassen müssen.

Nachdem sie den Marktplatz der Ortschaft mehrere Stunden lang gegen den wütenden Ansturm des Gegeners verteidigt hatten, entschieden sich die an Zahl und Bewaffnung unterlegenen Amerikaner für den Rückzug nach Norden. Unter Führung von Major SOLIS versuchten sie, den nachdrängenden Panzern über eine steile, kurvenreiche Bergstraße zu entrinnen. Kurz hinter Stavelot stießen sie auf ein gewaltiges Treibstofflager, das sich kilometerweit am Wegesrand dahinzog.

Die Fortsetzung dieser Handlung findet ihr
HIER
und die Beschreibung des Denkmals an dieser Stelle findet ihr HIER

Textquelle: Der Zweite Weltkrieg, Time Life, die Ardennenoffensive, von William K. Goolrick und Odgen Tanner

 
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