Eupen Gedenktafel Kaplan Jean Arnolds - WWI World War Tours WWII

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Kaplan Jean Arnolds - Opfer seiner Nächstenliebe und seiner priesterlichen Pflichterfüllung gegen Gott und Vaterland

Herr Kaplan Jean Arnolds war geboren zu Baelen am 7. März 1904, dem Festtage des hl. Thomas von Aquin, dessen engelhafte Reinheit und zärtliche Liebe zur Heiligen Eucharistie auch sein kurzes Leben schmücken sollten. Nach Beendigung seiner Studien wurde er am 1. Juli 1928 in Lüttich (B) zum Priester geweiht und durfte zu seiner größten Seelenfreude sein erstes hl. Messopfer am folgenden Muttergottesfeste Mariä Heimsuchung darbringen. Seine priesterliche Laufbahn begann er als Professor am Collège Patronnée zu Eupen (B). Schon hier erwies er sich als hervorragender Erzieher der Jugend, der er mit einem seltenen Beispiel der Frömmigkeit und Gewissenhaftigkeit voranging. Im Jahre 1933 berief ihn sein Bischof zum Kaplan an St. Nikolaus in Eupen, wo er sieben Jahre lang äußerst segensreich wirkte. Seine gesamte priesterliche Tätigkeit am Altar, im Beichtstuhl, auf der Kanzel, in der Schule und in den Vereinen war getragen und beseelt durch eine tiefe Gottinnigkeit, die all sein Tun und Schaffen adelte und verklärte. In feiner Einfühlung in die Forderung der Zeit, sah Kaplan Arnolds in der Erziehung der Jugend die edelste Aufgabe des Priesters. Im "Kreuzzug" entzündete er in den Herzen der Kleinen die Liebe zum eucharistischen Heiland.

In selbstloser, hingebender Liebe zu den Lieblingen des göttlichen Kinderfreundes scheute er kein Opfer. Im Jünglingsverein und in der Organisation der Pfadfinder schulte er die Heranwachsenden zu charakterfesten Christen. So trat er auch in heiliger Entrüstung gegen das Neuheidentum auf, das die Seelen der Jugendlichen zu gefährden drohte. Im schicksalsschweren Jahre 1940 nach Montzen (B) berufen, setzte Kaplan Arnolds dort seine erzieherische Tätigkeit fort und wurde manchem hilfesuchenden Menschen ein rettender Engel. Sein Wirken ging aufs Ganze. So kam er in Konflikt mit den ungerechten Machthabern. Man stellte ihm nach und setzt ihn in Haft. Seine Wahrheitsliebe und Offenheit vor den Richtern beschleunigten sein Ende. Im Juli 1944 wurde er ein Opfer seiner Nächstenliebe und seiner priesterlichen Pflichterfüllung gegen Gott und Vaterland.


Textquelle: Damaliger Sterbezettel zum frommen Andenken an den Hochwürdigen Herrn Kaplan Jean Arnolds
- Vielen Dank auch an dieser Stelle an Herrn H. Küchen, der mir den Sterbezettel zur Verfügung gestellt hat -

Das Haus, in dem Kaplan Arnolds lebte, Kirchgasse Nr. 3 in Eupen
- Heute sind dort das "Haus der Begegnung" und die KLJ Ostbelgien untergebracht -
- im Hintergrund ist der Turm der Friedenskirche an der Klötzerbahn sichtbar -

Um zur ausführlichen Schilderung zur Person von Kaplan Jean Arnolds zu gelangen
klicke HIER

Standortermittlung über Google Earth: DOWNLOAD der kmz-Datei

Quelle: Google Earth
 
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