Massaker von Vinkt - WWI World War Tours WWII

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geschicht. Hintergrund > Ardennenjäger
Massaker im ostflandrischen Ort Vinkt (B)


Beteiligung Ardennenjäger - Verteidigung der Brücke

Das Massaker von Vinkt ereignete sich am 27. Mai 1940 nach dem deutschen  im ostflandrischen Ort Vinkt (B), bei Deinze, 20 km südlich von Gent. Deutsche Truppen ermordeten dabei zahlreiche Zivilpersonen und sind für den Tod von mindestens 54 weiteren Geiseln verantwortlich.

Der schnelle Vormarsch der deutschen Wehrmacht hatte die Alliierten überrascht. Die französische Armee war zusammengebrochen und das britische Expeditionskorps befand sich auf dem Rückzug nach Dünkirchen (B). Die belgischen Truppen versuchten diesen Rückzug nach Kräften zu decken. Dabei kam der Brücke über den Schipdonk-Kanal große strategische Bedeutung zu. Die 1. Division der Ardennenjäger bereitete sich auf die Verteidigung der Brücke vor, um möglichst vielen britischen Versprengten und belgischen Flüchtlingen, von denen etwa eine Million unterwegs waren, den Weg freizuhalten.


Als das Infanterie-Regiment 377, welches der deutschen 225. Infanterie-Division unterstand, Vinkt erreichte, stieß sie auf die vorbereitete Verteidigung der Ardennenjäger. Da es den schlecht ausgebildeten Reservisten nicht gelang den Kanal zu überqueren, nahmen sie Geiseln unter der Zivilbevölkerung, um diese als menschliche Schutzschilde zu benutzen. Eine Artilleriegranate, die in eine Gruppe von 150 Geiseln schlug tötete zahlreiche Zivilisten. Am nächsten Tag wurden weitere 27 Geiseln durch eine Explosion in der Kirche des benachbarten Meigem, wo sie gefangen gehalten wurden, getötet.

Ereignisse des 27. Mai 1940
Am 27. Mai 1940 hatte der belgische König angekündigt, den belgischen Truppen den Befehl geben zu wollen, die Waffen zu strecken. Die belgischen Ardennenjäger setzten jedoch die Verteidigung der Brücke fort. Gleichzeitig begannen die deutschen Truppen mit der Exekution der Geiseln. Danach begannen sie, willkürlich herausgegriffene Flüchtlinge zu erschießen.

Nach der Kapitulation
Am 28. Mai 1940 um 4 Uhr belgischer und 5 Uhr deutscher Zeit trat die Kapitulation der belgischen Armee in Kraft. Mindestens neun Geiseln wurden nach diesem Zeitpunkt ermordet.

Folgen
Die Ereignisse von Vinkt und Meigem wurden propagandistisch ausgenutzt und sorgten für eine zweite Flüchtlingswelle von über einer Million Belgier, die das Land verließen. Im Juni 1940 befanden sich nach Schätzungen des Roten Kreuzes etwa 30% der belgischen Bevölkerung jenseits der Landesgrenzen. Nach dem Ende des Krieges wurden zwei der verantwortlichen deutschen Offiziere, Major Kühner und Leutnant Lohmann, in Belgien vor Gericht gestellt und zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, wurden jedoch bereits nach fünf Jahren wieder entlassen.


- Mahnmal auf dem Friedhof des Ortes -
Bildnachweis: www.vinkt.be

Webseite des Ortes VINKT - weitere Fotos und Informationen
 
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