Hürtgenwald Teil 1 - WWI World War Tours WWII

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Erkundungstouren Berichterstattungen > Jahr 2010 > Hürtgenwald 2010
Tour zum Hürtgenwald – 30.10.2010

Am Samstag, dem 30. Oktober 2010 stand mal wieder eine Erkundungstour auf dem Plan. Es sollte in den Hürtgenwald gehen, der nur 30 Minuten entfernt liegt. Da ich im Jahr 2008 bereits den Ochsenkopf und den Buhlert erkundet habe wollte ich dies meinem Freund Roger zu Gute kommen lassen und ihm die Bunker ausführlich zeigen. So fuhren wir also um 9.30 Uhr in Richtung Lammersdorf ab. Hier wollten wir eigentlich einen Wasserbunker erkunden, doch entschlossen wir uns zuerst die anderen Stationen abzufahren, um diesen dann auf der Rückfahrt zu erkunden. Vorweg kann ich sagen, dass wir dies aus zeitlichen Gründen natürlich nicht mehr geschafft haben. Im Gegensatz zu meiner Tour im Jahr 2008 haben wir diesmal die Fahrräder in den Kofferraum gepackt, um eben schneller die verschiedenen Distanzen zwischen den verschiedenen Stationen bewältigen zu können und soviel wie möglich sehen zu können.

Station 1: Gedenkkreuz 2nd Lieutenant John Charles Eisenhauer

So ging es dann zur ersten Station unserer Tour, dem Gedenkkreuz für den 2nd Lieutenant John Charles Eisenhauer, das über einen Feldweg zu erreichen ist. Mal eben das Auto seitlich durch einen Ast zerkratzt und dann schließlich das Kreuz gefunden. Es liegt doch etwas abseits von der Hauptstraße, rechts am Wegesrand. Der kleinen Gedenkplatte kann man entnehmen, dass J. C. Eisenhauer am 12.04.1948 im Walddistrikt 157 gefunden wurde und auf dem amerikanischen Friedhof in Neuville-en-Condroz in Belgien seine letzte Ruhe gefunden hat. Weiter ging es in Richtung Hürtgen. Auf der Bundesstraße 399 erblickten wir zu unserer Rechten die Überreste eines Bunkers, direkt am Waldrand. Wir konnten leider nicht anhalten, da auf die Schnelle keine Parkmöglichkeit gefunden wurde. Doch ich hatte vorher schon ausfindig machen können, dass es sich hierbei um die PAK Garage P1 handelt und wir diese Überreste sowieso im Rahmen des Ochsenkopfweges erkunden können.

Station 2: Der Ochsenkopfweg - Historischer Wanderweg

So machten wir dann auch die Station 2 klar, den Ochsenkopfweg. Man parkt am besten auf dem Parkplatz an der B399. Hierfür von Lammersdorf kommend von der B399 recht auf die L160 in Richtung Kallbrück abfahren und nach ungefähr 100m links auf den Parkplatz „Ochsenkopf“ fahren. Direkt gegenüber von diesem Parkplatz beginnt der eigentliche „Ochsenkopfweg“. Am Anfang findet man zur rechten Seite direkt im Wald verschiedene Stellungslöcher und Schützengräben. Danach folgen die Gedenksteine für 2 US-Soldaten sowie einen unbekannten deutschen Soldaten. Es handelt sich um ein „gemeinsames Grab“, wobei die 3 Soldaten am 12.05.1976 gefunden wurden. Etwas weiter findet man dann auch auf der gleichen Seite den Gedenkstein für Pfc. (Private First Class) Robert CAHOW. Dieser war 55 Jahre vermisst als er im Jahr 2000 im Waldstück in unmittelbarer Nähe zum Gedenkstein gefunden wurde. Die Fundstelle ist mit einem symbolischen Hügelgrab gekennzeichnet, wobei die Gebeine von Pfc. Cahow in seine Heimat Wisconsin überführt und eingebettet wurden. Wir haben dann noch ein Foto an diesem Hügelgrab gesehen, auf der der Gefallene mit seinen Geschwistern, wie ich vermute, zu sehen ist. Auf dem Kreuz am Kopf des Hügels ist zudem ein Helm befestigt und Passanten haben zum Gedenken verschiedene Münzen auf das Holzkreuz gelegt.

- Gedenkstein Soldaten -
- Gedenkstein für Pfc. Robert CAHOW -

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die ersten Reste eines Bunkers, dessen Nummer ich allerdings nicht kenne. Viel ist eigentlich nicht zu sehen, aber man sollte sich die Sache ansehen. Etwas weiter den Weg entlang kommt man dann wieder auf der rechten Seite zu einer gesprengten Bunkeranlage. Dieser ist der Übersichtskarte auf dem Parkplatz nach mit Bunker Nr. 113 gekennzeichnet. In manchen Foren wird dieser allerdings auch unter der Nr. 110 geführt. Rund um diesen Bunker haben wir zahlreiche Schützen- und Laufgräben gefunden. Die Betonteile des gesprengten Bunkers liegen in alle Himmelsrichtungen verstreut. Man kann sich die damaligen Kämpfe und die Detonation der Bunkeranlage bildlich vorstellen.

- Reste des Bunkers Anfang des Weges -
- Reste des Bunkers 113 -
- weitere Reste des Bunkers 113 -
- Netz von Laufgräben -

Nächste Station auf dem Ochsenkopfweg ist ein sogenannter „geschliffener“ Bunker, der mit der Nummer 108 angegeben wird. Von diesem ist allerdings nur noch sehr wenig zu sehen, ein paar mickrige Reste sind noch zu sehen und die Vegetation erledigt den Rest. Danach geht’s weiter in Richtung Bunker 107, der zwar auch stark beschädigt ist, aber eigentlich noch gut die Form des Bunkers veranschaulicht. Der Tarnanstrich ist zudem sehr gut erhalten. Vom Hauptweg liegt dieser etwa 25-30m in den Wald hinein. Im Sommer ist dieser, genauso wie die anderen Bunker eher schlecht zu sehen.

Den nächsten Bunker (Nr. 106
) findet man dann auch kurze Zeit später auf der rechten Seite. Dieser präsentierte sich uns dann aber auch ziemlich zugewachsen und ziemlich zerstört. Dort endet der eigentlich ausgeschilderte „Ochsenkopfweg“, den wir eigentlich in umgekehrter Reihenfolge erkundet haben, da wir mit dem Bunker 101 bzw. der PAK Garage P1 sowie den Bunker Nr. 102, einem MG-Schartenstand begonnen haben. Diese sind allerdings auch ziemlich stark durch die damaligen Sprengungen der Amerikaner in Mitleidenschaft gezogen worden. Trotzdem sehr interessante Überreste und natürlich ein paar Fotos gemacht, da ich diesen Teil des Weges, Bereich Peterberg, bei meiner Tour im Jahr 2008 nicht gesehen habe.

- geschliffener Bunker (Nr. 108?) -
- Bunker 106 -
- Bunker 107 -

Im Bereich Peterberg wurden wir dann allerdings mit einer Gruppe Sondler konfrontiert, wobei es zu keinem direkten Kontakt kam. Eher ging jeder in eine andere Richtung, was auch gut war, denn die Jungs ließen den Müll, den sie im Bereich der Bunker 101, 102 und 106 ausgruben einfach liegen. Dabei handelt es sich meistens um Böden von Konservendosen. Es hätte ja auch was Gefährliches sein können, die Erfahrung haben wir bereits im Aachener Wald gemacht. Na ja was solls…. weiter geht’s. Auf dem Weg zur Waldschneise hatten die Jungs dann noch einen Spaten verloren oder aber entsorgt, sah auf jeden Fall etwas hinüber aus.

einige Bilder des Bunkers P1

einige Bilder des Bunkers 102

einige Spuren der Sondler...

Wieder am Parkplatz Ochsenkopf angekommen machten wir uns noch auf, den Bunker Nr. 118 zu finden. Etwa 250m vom Parkplatz entfernt erblickten wir dann auch das Bunkerdach, gelegen in einem Hang. Wir stiegen von den Rädern und machten uns zu Fuß durch das unwegsame Gelände in Richtung des Bunkers. Hier ist absolute Vorsicht geboten, da der felsige Untergrund zur Herbstzeit natürlich sehr rutschig war. Vom Dach des Bunkers, der übrigens nicht begehbar ist, kann man die Aussicht in Richtung Simonskall bzw. Kalltal genießen. Die strategisch wichtige Position dieses Bunkers ergibt sich von selbst.

- Bunker Nr. 118 -

Die jeweiligen Bilder der verschiedenen Bunker, Friedhöfe und Denkmäler werde ich später noch in einzelnen Rubriken auf meiner Seite zeigen. Viel Spaß beim Lesen von Teil 2 der Tour ;-)

 
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