Memorial STANLEY A. KUSY, USAAC - WWI World War Tours WWII

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Veranstaltungen Ausstellungen > Jahr 2016 > Gedenkfeier KUSY Denkmal
BAELEN 30.07.2016 - Gedenkfeier zu Ehren der Crew des am 30.07.1943 abgeschossenen B-17 Bombers "Flying Jenny" und insbesondere 2nd Lt. Stanley A. KUSY
Tribute to STANLEY A. KUSY - Saturday July 30th, 4PM - at 4837 Baelen, Corbusch
Am Samstag, dem 30. Juli 2016 fand um 16.00 Uhr die alljährliche Gedenkfeier am Denkmal zu Ehren von 2nd Lt. Stanley A. KUSY statt. Dieses wurde im Baelener Ortsteil „Corbusch“ bzw. an der Gasse zum Gutshof Corbusch, unweit der Stelle, an der der Leichnam von Kusy aufgefunden wurde, von der Baelener Familie Léon Königs errichtet. Zur Gedenkfeier luden die Verantwortlichen Marcel Enstipp und Eddy Poncelet ein, die sich der Bewahrung der Geschichte des von einem Jagdflugzeug am 30. Juli 1943 abgeschossenen B-17 Bombers „Flying Jenny“ sowie der Pflege des Denkmals gewidmet haben.
Neben dem Organisationsteam nahmen zahlreiche Vertreter der lokalen patriotischen Vereinigungen, die Gemeinde Baelen, die durch Herrn Schöffen Robert Janclaes vertreten war, Herr Christian Delgoffe - Generalsekretär der SERVIO (nationaal eenheidsfront der Oudstrijders), zahlreiche Bürger und in Anknüpfung an die letztjährige Gedenkfeier wieder eine Delegation von amerikanischen Soldaten, die auf der Air Base Spangdahlem (D) stationiert sind, teil. Diese Delegation bestand in diesem Jahr aus TSgt Latisha M. Speaks, SSgt Daquan P. McLean und SrA Marisol C. Zamora. Zudem nahm Frau Jenna Murieen, die Frau von Master Sergeant Michael Murieen, dem die Delegation aus Spangdahlem im letzten Jahr unterstand, an der Gedenkfeier teil.
Nachdem sich alle Anwesenden versammelt haben übernahmen Herr Schöffe Janclaes sowie ein Vertreter der patriotischen Vereinigungen das Niederlegen der Blumen vor dem Denkmal, das an das Schicksal der Besatzung des B-17 Bombers und insbesondere an die tragischen Umstände hinsichtlich des Todes von 2nd Lt. Kusy erinnert. TSgt. Latisha M. Speaks legte ebenfalls einen Kranz nieder und unterstrich somit die tiefe Verbundenheit mit den 4 Opfern des oben genannten Absturzes.
Herr Marcel Enstipp übernahm das Wort und erläuterte den Anwesenden die tragischen Hintergrundinformationen zur Mission der B-17 Crew und zum Absturz dieses Bombers. Frau Solange Dekeyser gewährleistete die fachmännische Übersetzung der Texte ins Englische, damit die amerikanische Delegation diese Informationen aufnehmen konnte.
Den musikalischen Rahmen bildete das Abspielen der belgischen und amerikanischen Nationalhymnen, wobei die militärischen und patriotischen Vertreter ehrenvoll salutierten.
Der Hauptverantwortliche Marcel Enstipp richtete noch ein paar persönliche Worte an die amerikanische Delegation, um sich für deren Präsenz zu bedanken und die Anwesenden gemeinsam mit Herrn Schöffen Janclaes im „Foyer Culturel Baelen“ zu einem Umtrunk einzuladen. Die Gedenkfeier abschließend wurde die Gelegenheit genutzt, diesen Moment des gemeinsamen Gedenkens in Form eines Gruppenfotos mit der vorgenannten Delegation, den Vertretern der patriotischen Vereinigungen, den Verantwortlichen für das Denkmal sowie Herrn Janclaes zu machen.
Nach der Gedenkfeier fand der Umtrunk im "Foyer Culturel" hinter dem Gemeindehaus Baelen statt
Im Zuge der intensiven Gespräche anlässlich des Umtrunks stieß dann auch noch der Bürgermeister der Gemeinde Baelen, Herr Maurice Fyon, der einen vollen Terminkalender hatte dazu, um die Delegation aus Spangdahlem sowie die Anwesenden zu begrüßen.
Hintergrundinformationen zum B-17 Bomber „Flying Jenny“
Der B-17 Bomber (A/C 42-5829), der von seiner Besatzung "FLYING JENNY" getauft wurde gehörte der 379th Bomber Group des 525th Bomber Squadron (8th Air Force), stationiert in Kimbolton (GB) an und kam am 30. Juli 1943 von einer Mission über Kassel-Bettenhausen (D) zurück. Diese Mission bestand darin, die Flugzeugfabrik bzw. die Werke von FIESELER STORCH in Kassel zu bombardieren, um die Produktion dieser kleinen Aufklärungsflugzeuge zu unterbinden. Auf dem Rückflug zur Basis wird die aus ungefähr 20 Bombern bestehende Formation und somit auch „Flying Jenny“ von deutscher Flugabwehr (FLAK) und deutschen Jagdflugzeugen angegriffen. Die 5 MG-Schützen verteidigen den Bomber mehrere Minuten, doch der „Flying Jenny“ wird von Uffz. Gerd Wiegand (8/JG26) in einer Fw 190 abgeschossen. Neben 2nd Lt. Stanley A. KUSY fanden ebenfalls der Pilot 1st. Lt. Lawrence B. Hoveland, 2nd Lt. William E. Johnston (Navigator) und T/Sgt. Carl L. Denny (MG-Schütze) den Tod. Die restliche Besatzung des Bombers, d.h. 2nd Lt. David L. Williams (Bombenschütze), T/Sgt.Stanley Williams (Bordfunker) sowie die MG-Schützen S/Sgt. Stanley F. Manista, S/Sgt. Joseph W. Blanton, S/Sgt. Andrew J. Oman und S/Sgt. Thiel Wamsley, überlebte und geriet in Gefangenschaft. Die Leichname der 4 Opfer des Absturzes wurden zuerst in Baelen bestattet und im Anschluss nach Eupen verlegt. Nach dem Krieg wurden die sterblichen Überreste von Hoveland, Kusy und Denny in die USA (Washington, Arlington und Illinois) überführt, wobei Johnston seine letzte Ruhestätte auf dem amerikanischen Friedhof in Henri-Chapelle fand.
die 10-köpfige Besatzung der Flying Jenny
Technische Daten eines B-17 Bombers
  • Hersteller: Boeing Airplane Company, Douglas und Lookheed Vega(beide unter Lizenz)
  • Typ: zehnsitziger, strategischer schwerer Fernbomber
  • Triebwerke: vier luftgekühlte Wright Cyclone GR-1820-97 Neunzylinder Sternmotoren mit General Electric B-22 Abgasturboladern mit 1.200 PS Startleistung und 1.380 PS. Not-Kampfleistung in 26.700 Fuß Flughöhe. Zylinderbohrung: 155,6 mm; Hub: 174 mm; Hubraum: 29,88 Liter.
  • Leistung: Höchstgeschwindigkeit 462 km/h in 7620 m Höhe; Marschgeschwindigkeit 293 km/h; Dienstgipfelhöhe 10.850 m; Reichweite mit einer Bombenlast von 2722 kg 3219 km
  • Gewicht: Leermasse 16.391 kg; max. Startmasse 29.710 kg
  • Abmessungen: Spannweite 31,62 m; Länge 22,78 m; Höhe 5,82 m; Tragflügelfläche 131,92 m²
  • Bewaffnung: insgesamt dreizehn 12,7 mm Maschinengewehre; zwei 12,7 mm MGs in den Türmen vorn unten, auf dem Rücken, im Heck sowie in der Unterrumpfkanzel. Zwei weitere im Bug in den Bugstutzen, eins im Funkraum und je eins links und rechts im Rumpf und eine max. Bombenlast von 7983 kg
 
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