Kriegszeppeline überfahren Eupen - WWI World War Tours WWII

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Heimatgeschichte
Kriegszeppeline überfahren Eupen und Umgebung


40 Jahre dauerte die Ära der Starrluftschiffe
des Grafen Zeppelin (1900-1940). Aus dem Luftballon entwickelte sich das lenkbare Luftschiff, eine brauchbare Konstruktion. Graf Ferdinand von Zeppelin (1838-1917) war der Erfinder eines lenkbaren, mit Motoren angetriebenen starren Luftschiffes, das nach ihm benannt wurde.

Die Welt horchte auf, als an jenem denkwürdigen 2. Juli des Jahres 1900 das erste Zeppelin-Luftschiff, LZ1, von dem an der Bucht zwischen Friedrichshafen und Meersburg gelegenen Manzell aufstieg.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Luftfahrt wurde mit dem Aufstieg dieses Luftschiffes der Welt ein "Schiff der Lüfte" solcher Ausmaße gezeigt. Der erste Zeppelin war 128 m lang.

Während des Ersten Weltkrieges fuhren die Luftschiffe Bombenangriffe nach London und zur Westfront. Sie überfuhren dabei vielfach unser Gebiet. Ein Landeplatz für diese Kriegszeppeline befand sich übrigens nahe bei Herbesthal auf einer Wiese. Landung und Start war ein Schauspiel besonderer Art. In den ersten Kriegsmonaten des Ersten Weltkrieges überflogen immer wieder Luftschiffe des deutschen Heeres unser Gebiet. Bereits kurz nach Tagesanbruch vernahm man deren brausendes Surren in der Luft. Abends in der Dunkelheit huschten die glänzenden, riesigen Scheinwerfer über die Wiesenlandschaft des Eupener Landes. Der Riesenkoloss des Luftschiffs mit den ratternden Propellern war dann nicht lange zu sehen, jedoch noch lange zu hören. Die Zeppelin-Flotte überflog immer wieder unser Gebiet in Richtung Westfront. "Die Insassen der Luftschiffe waren auch manchmal zu erkennen, sie winkten, und die Zuschauer antworteten mit Hurrarufen und Tücherwehen", berichtete eine Tagebuchschreiberin. Weiter notiert sie dann: "Alle in der Kleinbahn beugten sich auf die eine Seite, so dass ich Angst bekam, sie würde umstürzen...".

Skizze/Schnitt des ersten Zeppelin-Luftschiffes mit der Bezeichnung LZ1
Während des Ersten Weltkrieges starteten und landeten auf Herbesthaler Wiesen immer wieder Zeppeline. Sie wurden an der Westfront bis nach England zur Bombardierung gegnerischer Stellungen eingesetzt

Die "Sachsen" hatte eine Länge von 142 m und einen Durchmesser von 14,86 m und einen Rauminhalt von 19 700 Kubikmeter. Es wurde getragen von 18 einzelnen Gaszellen. Die Sachsen besaß drei Motoren von je 185 Pferdestärken. Die drei Maschinen leisteten zusammen 555 Pferdestärken bei äußerster Kraftentfaltung und gaben dem Schiff eine Geschwindigkeit von 75 km in der Stunde. Die Nutz-tragkraft betrug etwa 6700 kg. Ferner besaß die "Sachsen" eine Passagierkabine, die 24 Personen aufnehmen konnte. Die deutschen Luftschiffe flogen im Ersten Welt-krieg Angriffe an die Westfront, einschließlich gegen England. Anfang und Mitte des vorigen Jahrhunderts, als noch kein Satellit über Fernsehen den Menschen Bilder aus aller Welt in die gute Stube brachte, war der Flug des Luftschiffes eine durch Radio und Presse berichtete Sensation. "Dr. Zeppelin " war um 1930 in aller Munde und alle hätten allzu gerne eine "Fliegende Zigarre" gesehen ...

Beim Luftschiff sagt man fachmännisch nicht "fliegen" sondern "fahren". Eupen erlebte 1930 bzw. 1936 die Überfahrt dieser Luftriesen. Zum ersten Mal überfuhr ein Zeppelin Eupen am 6. Juli 1930. Das Luftschiff "Graf Zeppelin" startete zu einem Rheinlandflug und sollte dabei auch über die nahe Kaiserstadt Aachen erscheinen. Er sollte sogar in Aachen landen. An diesem Sonntagmorgen fuhren zahlreiche Eupener mit der Straßenbahn nach Aachen, denn das Erscheinen des Luftschiffes war auf dem Flugplatz Merzbrück gegen 14 Uhr vorgesehen. Über dieses einmalige Ereignis berichtete ein Eupener Lokalreporter in der damaligen Tagespresse.

Am 21. November 1914 sorgte das Luftschiff „Sachsen“ für große Aufregung, als es unweit der St. Nikolaus-Kirchtürme die Eupener Oberstadt überfuhr. Das Luftschiff hatte eine Länge von 142 m bei einem Durchmesser von 14,9 m

Text- und Bildquelle: Leo Kever, Eupen 2011

 
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